Donnerstag, 22. November 2007

22.11.2007 Thanksgiving

Wie schon erwähnt und aus dem Titel ablesbar war letzten Donnerstag Thanksgiving, das Familien- und Freundefest in den USA schlecht hin.
Zu 11t, inklusive einem kleenen Baby, haben wir den Tag bei Micha Rupps verbracht und das Erntedankfest gefeiert. Wir versammelten uns um 10:00 morgens, um einen Truthahn und Millionen von Beilagen und Nachtische zuzubereiten. So wurde geschnippelt, gebrutzelt, gerührt, genascht, getrunken, geplappert, gelacht und nach Black Friday Schnäppchen geblättert. Black Friday ist der Freitag nach Thanksgiving. Da machen die Geschäfte hier teilweise um Mitternacht auf und es soll die Riesen Schnäppchen geben.







Und 6 Stunden später (Finally) stand dann das Essen auf dem Tisch und es wurde lecker gespeist. Hat sehr viel Spaß gemacht. Jeder hat etwas beigetragen und der Truthahn sah toll aus (laut Angaben der Nichtvegetarier hat er auch vorzüglich geschmeckt; am Anfang tat mir der Vogel ja leid, aber nachdem er eingestrichen wurde und etwas Farbe hatte, sah er gar nicht mehr so schlimm wie ein Vogel aus, dann legte sich mein Mitleid wieder). Danke Micha für mein erstes und schönes Thanksgiving. War wirklich gemütlich mit euch.



Durch die verlängerte Gahrzeit des Hahns, wurde es dann doch sehr spät, so daß der Besuch bei meinen lieben Nachbarn ausfiel.

Mir wurde gesagt, daß man die Black Friday Schlacht wohl mal mitgemacht haben muß. Also hatte ich auch mal vor zu sehen, wie hier die Leute ausflippen und normale Leute zu gemeinen Schnäppchenjägern werden. Hab mich dann aber anders entschieden und erst mal ausgeschlafen. Um zwei hab ich mich auf die Straße gewagt. Da war dann irgendwie schon alles wieder normal. Gut, gab auch kein Schnäppchen mehr. Schade. Ist aber so. Hab mir dann bescheiden ein Jäckchen zum Laufen gekauft. Bin ja immer noch im Lauffieber. Leider war ich dann am Wochenende erkältet. Das Lauftraining fiel aus und die Jacke wartet noch immer auf ihren ersten Einsatz. Nächste Woche dann aber hoffentlich. Nachdem ich erste Kontakte zum Birminghamer Track Club aufgenommen habe, steht mein Entschluss nun fest selbigem beizutreten.

Sonntag, 18. November 2007

18.11.2007 Everyday life

Langsam legt sich bei mir der Einkaufs-Stress. Nachdem das Arbeitszimmer für Sveni's Einzug vorbereitet ist und ich letzte Woche das Bild für meinen Kamin gekauft habe, ist das Haus fertig eingerichtet und ich genieße, daß sich endlich etwas der Alltag zeigt.





Seit ein paar Wochen gehe ich 1x pro Woche zum Yoga, zu Kate. Das Studio ist für mich zu Fuß in drei Minuten erreichbar. Und obwohl hier ohne Bürgersteige natürlich die Gefahr besteht, daß ich überfahren werden, gehe ich tatsächlich zu Fuß. Die Yogastunden sind echt gut. Irgendwie scheinen die Ami's ein Flexibilitätsgen zu haben. Wenn es da heißt "open your legs and bring the upper part of your body to the floor" wird das gleich von jedem einzelnen umgesetzt während Sandra froh ist, wenn ihre Fingerspitzen den Boden berühren. Nun gut, Übung macht den Meister. Und es geht beim Yoga nicht um Leistung!

Außerdem habe ich angefangen joggen zu gehen. Nachdem wir 2 Jahre am Treptower Park gewohnt haben, ist es für mich merkwürdig mit dem Auto zur Laufstrecke zu fahen, aber immerhin ist diese nur 8 Minuten von mir entfernt. Als nächstes will ich dem Birminghamer Track Club beitreten, in dem man gemeinsam läuft und ein paar Leute und neue Laufstrecken kennenlernt. Hört sich doch sehr aktiv an, wa. Muß ich auch sein, da mich meine lieben Kollgen beim Mercedez Marathon im Februar zu einer Strecke von 7 Meilen, also 12 km, inklusive Hügeln und Bergen verdonnert haben. Aber es ist eine angenehme Jahreszeit zum Laufen. Morgens und abends ist es schon recht kalt, aber tagsüber sind es immer noch 20 bis 25 Grad. So läßt sich's leben.

Nächste Woche steht Thanksgiving vor der Tür. Da werde ich mit ein paar Freunden in Tuscaloosa kochen. Außerdem bin ich bei meinen Nachbarn eingeladen. Mal sehen, wie die so das Erntedankfest feiern. Es scheint auf jeden Fall etwas Großes in den USA zu sein, weil alle Amis, die ich hier in Birmingham kenne besorgt waren, daß ich den Tag allein verbringe und mich zu ihren Familienfeiern eingeladen haben. Die Gemeinschaft ist hier echt super und die Leute sind wirklich alles sehr, sehr lieb. Find ich klasse!

Donnerstag, 1. November 2007

24.10.2007 - Vacation at the Beach

Vom 24.10. - 29.10. haben wir vier uns am Strand entspannt. Genau an diesem Ort (Fort Morgan) war Sandi ja schonmal vor vier Wochen und wollte uns nun zeigen, wie schön es dort ist. Also haben wir wieder eine schönes Strandhaus direkt am Strand gemietet. Jedes Zimmer hatte einen Blick aufs Meer.

Am ersten Tag war es allerdings ziemlich kühl und bewölkt. Also haben wir einfach den Tag genutzt, um im Outlet Center shoppen zu gehen. Vollbepackt sind wir dann abends zurück in unser Strandhäuschen gefahren.

Am nächsten morgen wurden wir von der Sonne geweckt. Dieses Wetter hat dann die ganzen fünf Tage angehalten. Wir sind fast jeden Tag am Strand joggen gewesen, haben lange Spaziergänge gemacht, haben in der Sonne auf der Terrasse gefrühstückt, am Strand gelesen, Delphine beobachtet und abends lecker gekocht.

Ein rundum schöner Urlaub!





Dienstag, 23. Oktober 2007

Arrival Day and Halloween

Hallihallo, heute war eine ganze Autorengruppe an diesem Blogg Artikel beteiligt: Nancy, Stephan (unser Besuch), Sandra und Sven.

Wir sind relativ pünktlich am 19.10. um 17:00 hier in Birmingham angekommen, nachdem wir mehrere Hindernisse in Cincinnati (Einwanderungsbehörde, Zoll, Bustransfer vom und zum Busterminal, Kurzstrecken Sprint zum Gate – und alles in 40 Minuten) überwunden hatten. Voll verschwitzt aber dennoch froh, den Flieger erreicht zu haben, warteten wir ungeduldig auf den Start, der natürlich weitere 30 Minuten auf sich warten ließ. Nach einem unspektakulären anderthalbstündigen Flug erreichten wir endlich Birmingham. Kurz vor Ausstieg erweckte ein kleines mega-cool designtes Gerät in den Händen einer üppig ausgestatteten Amerikanerin unsere Aufmerksamkeit: Ja, genau der heilige Gral – oder auch das iPhone. Wir konnten ja zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen, dass wir in Birmingham im Apple Store selbst in den Genuss kommen würden, dieses Teil in den Händen zu halten.

Am Gate hat Sandi bereits auf uns gewartet, um uns ins amerikanische Reihenendhaus zu bringen. Genug zur Anreise. Wie ging es weiter. Nach ausführlicher Begehung der Räumlichkeiten mit unseren Gästen fuhren wir zu Ruby Tuesdays Bar & Grill zum entspannten Abendbrot.

Der Samstag war ein großartiger Tag, in dessen Mittelpunkt nach einem Fußpflege-Intermezzo (Sandra und Nancy) der Besuch des Apple Stores stand.



Hier kamen dann Stephan und Sven voll auf ihre Kosten – im wortwörtlichen Sinne: Sven hat jetzt einen neuen iPod Nano. Stephan indes träumt seitdem jede Nacht von iPhones und iPod Touches. Einige Einkaufstüten später machte sich unter den Urlaubern Hunger breit. Sandra hatte einen Caesar Salad mit einer Winchell-Knoblauch Konzentration von 100%, von der alle Beteiligten auch Tage später noch was hatten.

An dieser Stelle müssen wir noch mal einen Flashback auf Samstag Vormittag einschieben. Zu diesem Zeitpunkt mussten wir für Jerry&Quintins Halloween Party gruslig-schaurige Kostümierung beschaffen. Zum Glück gab’s ein entsprechendes Fachgeschäft in Sandras Neighbourhood. Hier fiel die Auswahl zwischen kopflosen Monstern und blutverschmierten Fleischermeistern nicht sehr leicht. Unsere Auswahl findet das geübte Beobachterauge auf der folgenden Bilderserie.




Nach Anlegen von unserer Verkleidung stürzten wir uns in die Partynacht. Die beiden Gastgeber haben für die Grundstimmung gesorgt und ihr Haus innerhalb von zwei Wochenenden in ein Gruselkabinett verwandelt. Ein extra engagierter Zauberer, ein üppiges Buffet („Pieces of children“, „Bones of witches“ und „Balls of Toads“), reichlich Brennstoff und nette Gäste aus der Nachbarschaft machten die Party zu einem unvergesslichen Ereignis.




Mittwoch, 10. Oktober 2007

10.10. Wedding Shower

Normalerweise ist es in den USA üblich dem Brautpaar vor der Hochzeit eine Wedding Shower zu geben. Da Sven und ich klamm heimlich geheiratet hatten, war das nicht möglich. So meinten meine lieben Kollegen, daß sie eben eine After Wedding Shower und ebenfalls klamm heimlich organisieren. Meine Chefin Nicole lotste mich also in eine Besprechung, ich nichts ahnend. Plötzlich kam mein VP rein, schaute mich total böse an und meinte: das kann ja wohl nicht wahr sein, was ich mir dabei denken würde, ich soll doch mal mit ihm mitkommen. Ich war schon total fertig und wußte überhaupt nicht, was der von mir will. Völlig aufgelöst watschelte ich also hinter ihm her. Und da standen sie, alle Kollegen aus dem Finance Bereich, und hatten einen super geilen Wedding Cake, gefüllte Sektgläser und tolle Geschenke organisiert. Den Kuchen hatte meine liebe Kollegin Lytheda selbst gemacht, hallo, wie geil ist das denn. Sie hatte halt mal bei einem Wedding Kuchen Backkurs mitgemacht. Klar. So einen Kurs muß man ja auch mal gemacht haben, wa (-;

Mir fiel vor lauter Verblüfftheit nichts besseres ein als: "Is that alcohol"? Jetzt, da ich glücklich war, nicht von meinem VP gefeuert worden zu sein und dann so geil überrascht wurde, hätt ich einen Schluck vertragen können. War leider kein Alkohol. Nachdem ich einige von den Gläser vertilgt hatte, wurde ich dennoch fröhlich darauf hingewiesen, daß ich vorsichtig nach Hause fahren soll (-;

Hab mich auf jeden Fall riesig gefreut! Danke ihr Lieben. Echt klasse!!!



06.10.2007 Roll Tide Roll

Manch einer mag davon gehört haben, daß Football ganz schön beliebt ist in den USA. Nach dem letzten Wochenende in Tuscaloosa konnte ich das bestätigten. Und zwar waren Sandra und ich bei einem echten Football Spiel unserer College Mannschaft "Crimson Tide" dabei. Wenn man College Football hört denkt man erst einmal an ein paar kleene Jungs, die da das Ei so ein bißchen hin und her bewegen und noch ein bißchen üben sollten, wenn sie mal groß raus kommen wollen. Aber ich wurde eines besseren belehrt. Allein der Trainer bekommt hier eine Gage von ein paar schlappen Milliönchen und er wurde während des Spiels von 4 Cops bewacht. Krass, wa!

Na ja, auf jeden Fall sind Sandra und ich ca. 3 Stunden vor dem Spiel schon mal losgedüst, um noch etwas vom Drum Herum mitzubekommen. Und was uns da geboten wurde, war echt der Hammer. Die ganze Stadt Tuscaloosa war Rot-weiß (die Farben der Mannschaft). Jeder, und ich meine wirklich jeder, rennt hier mit einem Crimson Tide T-Shirt herum. Zum Glück hatte ich vorher bei K-Mart in der Kinderabteilung eines Ergattert, sonst wäre ich bestimmt gedist worden. Außerdem fährt hier seit Wochen jedes 2. Auto mit der Crimson Tide Fahne durch die Gegend, ja, so in etwa wie bei der WM letztes Jahr. Also haben sich Sandra und ich in das rot-weiße getümmel gestürzt, bei ca. 33 Grad im Oktober. Und das Beste kommt noch, viel interessanter als jedes Football Spiel. Millionen von Amis, gut, lass es Tausende gewesen sein, haben ihre Zelte auf dem Gelände vor dem Stadion aufgebaut, mit Stühlen, Grills, Getränken, Essen und das coolste überhaupt: mit Fernsehern und Schüssel. Teilweise mit 2 Fernsehern unter einem Zelt. Glaubt man's. Das Ganze nennt sich Tail Gating und findet hier jedes Wochenende vor, während und nach einem Spiel statt. Teilweise bauen die Leute schon am Vorabend ihre Zelte auf und übernachten dort, um einen gute Platz zu ergattern. Und die Athmosphere ist echt super, alle feiern zusammen, schauen sich das Spiel an, Grillen und haben Spaß (siehe Fotos). Und weil Home Coming Wochenende war (da kommen Alumnis von den Vorjahren und werden gefeiert), gab es so eine richtige Parade mit Blasmusik und so nem Schnick Schnack.




Sonntag, 30. September 2007

30.09.2007 Gulf Shores

Am Freitag abend nach der Arbeit haben sich Michael, Michael (hier wimmelt es nur so von Michaels und Sandras) und ich auf den Weg zu einem Wochenendtrip an die Golf von Mexiko Küste gemacht, zu den so genannten Gulf Shores. Und weil wir hier im Paradies sind, hat Michael eines unserer super geilen Autos bekommen. Diesmal eine R-Klasse. Wie geil ist das denn bitte.



Sandi durfte hinten im Wagen "Meet the Fockers" Teil 2 auf DVD schauen und dazu wurde Diet Coke und Käsekuchen gereicht (danke nochmal dafür Micha!) und war damit also beschäftigt, ganz zur Freude der Jungs. Nach 5 Stunden waren wir da, in Fort Morgen am Golf von Mexiko.

Matthias, Katrin, Klein-Justus und Sandra waren schon 1 Tag früher gefahren und haben uns in unserem Haus am Strand empfangen. Ich sage euch, der Schuppen war echt der Hammer. Unser Domizil zog sich über 3 Stockwerke, wobei ich das ganze oberste für mich alleine hatte, mit Terrasse und Meerblick (Leute, ihr seid die Besten!), und es hätten lt. Beschreibung 12 Leute dort wohnen können. Im mittleren Stockwerk war eine riesige Küche mit Tresen, Esszimmer, Wohnzimmer mit Blick auf's Meer, ebenfalls mit großer Terasse. Auf dieser haben wir den Abend ausklingen lassen.

Am nächsten Morgen konnte ich unseren Aufenthaltsort zum ersten Mal im hellen sehen. Ain't that cool!


Blick von meinem Balkon


unser Haus ist das Gelbe


M&M's auf der Gemeinschafts-Terasse


Sonnenuntergang am Strand

Das Wetter war an beiden Tag super schön, das Meerwasser war so warm, daß sogar ich Frostbeule mich 30 Minuten darin aufgehalten habe, wir waren joggen, Fisch essen und haben den Sonnenuntergang am Strand beobachtet. Ach, war das schön! Sveni, Nancy, Stephan. Da müssen wir unbedingt Ende Oktober hin!!!