Montag, 31. Dezember 2007

31.12.2007 - Silvester in Birmingham

Bevor jeder hier gleich die Mega-Silvesterparty erwartet, sei an dieser Stelle schon einmal vorwarnend erwähnt, dass dieses Ereignis hier offenbar nicht so übermäßig gefeiert wird (zu mindestens nicht in unserer Straße). Aber zunächst erst einmal zurück zum Anfang des Tages.

Während Sandra heute leider arbeiten und früh aufstehen musste, konnten die anderen ausschlafen. Nach einem entspannten Vormittag im Haus, machten wir uns gegen Mittag auf den Weg, Birmingham zu erkunden. Und so saßen wir fahrbereit im Wagen und beobachteten, wie das Garagentor vor sich hin grummelnd herunterfuhr. In diesem Moment kam allen Insassen schlagartig der Gedanke, dass es nicht übel gewesen wäre, den Schlüssel mitzunehmen.

Da wir uns erfolgreich ausgesperrt hatten und mit Sandra nicht vor 17 Uhr zu rechnen war, konnten wir unsere komplette Aufmerksamkeit nun Birmingham widmen. Gesagt getan, zunächst fuhren wir Richtung Down Town. Nach einem kurzen Abstecher in den Five Points District (hier gibt es ein paar Kneipen und einen Starbucks), ging es geradewegs zum Vulcan Park. Die Hauptattraktion ist eine 56 Fuß (ca. 20m) hohe Gusseisen Statue, die den römischen Gott für Feuer und Schmiedekunst "Vulcan" darstellt. Die Statue steht auf einem 124 Fuß hohen Podest und kann via Fahrstuhl oder Treppe bestiegen werden. Natürlich haben wir uns für den Aufstieg per Treppe entschieden.



Zu unserer aller Überraschung hat Sandra angerufen und uns mitgeteilt, dass sie schon früher fertig wäre und nun nach Hause käme. Dort trafen wir uns dann auch und fuhren gemeinsam einkaufen. Danach zogen wir uns für den Silvesterabend um und sind nach Down Town ins Twenty-Six Restaurant gefahren. Hier haben wir ausgesprochen lecker gespeist.

Mit hohen Erwartungen an die noch junge Nacht fuhren wir zurück ins Haus und vertrieben uns die Zeit mit einer Silvester Fernsehshow, die die Feierlichkeiten auf anderen Kontinenten dokumentierte. Währenddessen fragten wir uns unentwegt, was wohl gleich in unserer Straße abgehen würde.

Beim Schlag 12 stießen wir auf das neue Jahr an und begaben uns nach draußen in die stille Nacht, die erstaunlicherweise auch recht still blieb. Das einzige Licht ging von Mond und Sternen aus. Die Bewohner unserer Straße waren offenbar schon zu Bett gegangen. Nachdem wir unsere Biere ausgetrunken hatten, tat wir es ihnen gleich. Sandra und ich fassten jedoch den festen Entschluss, im nächsten Jahr an Silvester für etwas mehr Stimmung zu sorgen.


Sonntag, 30. Dezember 2007

30.12.2007 - Space & Rocket Center Huntsville

An Sandras letztem Urlaubstag haben wir uns entschlossen, nach Huntsville zu fahren, um das US Space and Rocket Center zu besichtigen. Huntsville liegt etwa 100 mi nördlich von Birmingham. Nach unserem Strandurlaub in Florida waren die 100 mi keine wirkliche Entfernung. Die Anreise hat aber immerhin noch 1,5 Stunden gedauert. Diese Zeit haben wir genutzt und Sandras Hörbuch "Der Vollidiot" zu Ende gehört. An dieser Stelle wollen wir uns recht herzlich bei Sandras Freundin Moni bedanken, die das überhaupt erst möglich gemacht hat. Von ihr hat Sandra das Hörbuch nämlich zum Geburtstag geschenkt bekommen. Außerdem sei hier die folgende Info für Brigitte hinzugefügt: Simon hat die Marcia P. Garcia leider doch nicht bekommen ...

Neben Raketen und anderen Weltraumfahrzeugen gab es viel Interessantes zu sehen. Auch konnte man sich selbst darin üben, ein Spaceshuttle ohne Bruchlandung zurück auf die Erde zu bringen Das Ganze natürlich nur in einem Simulator. Die Millionen für einen tatsächlichen Weltraumflug hatten wir ja bereits in dem Einkaufszentrum in Florida verpulvert. Am Ende unseres Besuches sahen wir im dazugehörigen IMAX Kino einen Film über New Orleans' Wetlands.

Dann haben wir uns noch schnell an einer Tanke mit ein paar Donuts eingedeckt (nachdem wir das ursprünglich angepeilte Deutsche Restaurant doch lieber links liegen gelassen hatten) und sind zurück nach Birmingham gefahren.



Montag, 24. Dezember 2007

23.-27.12.2007 - Weihnachten in Destin/ Florida

Am 22.12. sehr spät abends sind die Oberhäupter des Klabunde-Clans in Birmingham eingetroffen. Während Brigitte und Adolf schonmal die Getränke kaltgestellt haben, sind Sandra, Lars und ich zum Flughafen gefahren, um Inge und Wölfi abzuholen. Lars musste darüber hinaus seinen verlorengegangenen Koffer in Empfang nehmen. Mama und Papa Klabunde sind zwar gut angekommen, aber auch bei den beiden haben sich die Koffer entschlossen, zunächst noch eine Nacht in Atlanta zu verweilen. Am nächsten Tag sind sie aber mit der 11:00 Maschine eingetroffen.

Damit stand unserem Florida-Trip nichts mehr im Wege. Nochmal schnell ein Gruppenfoto, bevor wir dann mit unseren zwei M-Klassen frohen Mutes ab in den Süden der Sonne hinterher gedüst sind. Die zweite M-Klasse hat uns übrigens ein Arbeitskollege von Sandra freundlicherweise zur Verfügung gestellt.


Nach 4,5 Stunden Autofahrt sind wir endlich an unserem Weihnachtsdomizil angekommen. Leider war es bereits vor 1,5 Stunden dunkel geworden, so dass wir von den Überfahrten über die Dämme zur Insel nicht viel gesehen haben. Nachdem wir den Schlüssel für unser Haus in Empfang genommen haben, standen wir auch schon kurz darauf vor unserem Strandhaus. Nach einem ersten kurzen Rundgang war klar, dass es uns hier gefallen würde. Die Terrasse mit 1a Meerblick war das überragende Highlight des Hauses. Den Mamas hat nach eigener Aussage die Küche ausgesprochen gut gefallen ;-)

Nun hatten wir aber erstmal einen Mordshunger. Zum Glück fanden wir schnell ein Steakhaus in der Nähe. Nach einem Verdauungsschnäpperken und eins, zwei oder auch drei Bierchen war der Tag beendet und alle gingen schlafen ...


Am nächsten Morgen wurden wir von der Sonne und dem Rauschen der sich am Strand brechenden Wellen, sowie einer kühlen Morgenbriese sanft dem Schlaf entrissen. Wenig später haben sich alle an dem gedeckten Frühstückstisch eingefunden.




Gut gestärkt mit frischem Obst und Jakob's Krönung haben wir eine ausgiebige Strandwanderung unternommen. Danach stürzten wir uns in die eisigen Fluten des Golfs von Mexiko. Zurück auf der Terrasse ließen wir uns die Sonne auf den Pelz scheinen, haben kühle Drinks zu uns genommen und den sonnigen Nachmittag in geselliger Runde genossen.







Ausgeruht und sonnengebadet fuhren wir zum nahegelegenen Einkaufszentrum. Hier haben wir den günstigen Dollarkurs ordentlich ausgenutzt. Haupterrungenschaft war die günstig erstandene Bose Heimkinoanlage, die später zu einer Umgestaltung des Birminghamer Hackberry Ridge Trace Wohnzimmers führen sollte.


An dieser Stelle wollen wir einen kleinen Exkurs nach Birmingham einschieben und einen Blick in das umgestaltete Wohnzimmer gewähren.




Nun aber wieder zurück zu unserer Geschichte: Glücklich und zufrieden, mit Einkaufstüten bestückt, kehrten wir in unsere Strandvilla zurück. Natürlich nicht, ohne vorher noch eben zwei drei Steaks und Fisch für das abendliche BBQ gekauft zu haben. Für die Zubereitung des Desserts waren diesmal die Männer zuständig. Und so gab es anlässlich des heiligen Abends ein Fläschchen Hennessy Cognac.





Die folgenden zwei Tagen sind in ähnlicher Weise und leider viel zu schnell vergangen. Das Ende eines wundervollen Weihnachtsurlaubes nahte. Während Lars, Inge und Wölfi noch weitere zwei Tage in New Orleans verbrachten, mussten Sandra, Brigitte, Adolf und Sven schon wieder die Heimreise antreten. Am selben Tag flogen nämlich Brigitte und Adolf wieder zurück nach Deutschland.

Donnerstag, 20. Dezember 2007

14.-21.12.2007 Familiy

In diesem Jahr fahren wir mal nicht nach Hause zur Familie, um Weihnachten zu feiern, sondern die halbe Familie kommt zu uns in die USA, um Ami-Weihnachten zu zelebrieren. Sehr praktisch! Letzten Freitag sind die ersten beiden aus der fernen Heimat hier angekommen - meine Mama und ihr Freund Adolf.

Am Wochenende standen neben einer Maniküre Deluxe für meine Ma (hier muß ja schließlich jeder von den Künsten meiner Nagel- und Pedidüre-Frau Mia verwöhnt werden) natürlich die exquisiten Birminghamer Restaurants (inkl. Fried Green Tomatos), Joggen bzw. Spazierengehen und das McWane Center auf dem Programm. Bei letzterem handelt es sich um ein Wissenschaftszentrum, in dem man durch aktive Beteiligung an die wissenschaftlichen Wunder herangeführt wird. Wir haben z. B. die Nachrichten vor einer grünen Leinwand moderiert, vor einer blauen Leinwand Schlaginstrumente bedient, Bälle mit unserem Hirn bewegt und gegen einen Roboter gekämpft. War ein Heiden-Spaß. Außerdem war Santa Claus gerade da und hat sich mit Kindern in Pyjamas fotografieren lassen. Kakao und Kekse haben natürlich nicht gefehlt.



Nach drei weiteren Arbeitstagen habe ich nun Urlaub. Den ersten Urlaubstag haben wir genutzt, um um 5 Uhr morgens nach Atlanta zu fahren und endlich meinen neuen Klabunde-Reisepaß zu beantragen. Leute: heiraten in den USA ist ja supi, aber der Organisationskram übertrumpht jeden deutschen Verwaltungspapierkrieg. Nach einem Mittagessen imn 72. Stock des Sun Dial Restaurants sind wir ins Coca Cola Museum gegangen und haben 65 Sorten von Softdrinks getestet. Mit dicken Wasserbäuchen und Souvenirs (Coca Cola Pyjama und Coca Cola Tasse) ging es dann wieder zurück nach Birmingham.



Morgen und übermorgen kommt die Klabunde-Familie und gemeinsam fahren wir dann nach Florida, um dort Weihnachten zu feiern. Merry Christmas auch nach Deutschland!!!

Sonntag, 9. Dezember 2007

07.12.2007 Dirty Santa Party

Am Freitag abend hat meine Kollegin Lisa bei sich zu Hause in T-Town eine Dirty Santa Party veranstaltet. Nein, es handelt sich dabei nicht um eine Nikolaus Striptease Party, sondern man stiehlt Geschenke. Man stelle sich 22 Mädels in einem extrem genialen Haus im Wald mit Riesenterasse, Sekt und super tollen Amileckereien vor. Nachdem wir uns die Bäuche vollgeschlagen hatten, ging das Geschenke-Spiel los.
Im Wohnzimmer stand ein riesig großer Weihnachtsbaum, sehr Ami typisch, sehr schön geschmückt. Darunter befanden sich 22 Geschenke, von jedem Mädel ein Geschenk, klar. Die 1. durfte ein Geschenk öffnen, die 2. durfte es ihr wegnehmen oder ein neues Geschenk öffnen, usw. War ein super Spaß. Ich wurde 3 mal bestohlen, war jedes Mal entrüstet, weil alles schöne Geschenke waren. Am Ende bin ich mit einem Vicoria's Secret Pyjama nach Hause gefahren. Wie geil ist das denn! Hat richtig viel Spaß gemacht und wir haben uns dabei Schlapp gelacht. Fotos werden nachgereicht.

Donnerstag, 22. November 2007

22.11.2007 Thanksgiving

Wie schon erwähnt und aus dem Titel ablesbar war letzten Donnerstag Thanksgiving, das Familien- und Freundefest in den USA schlecht hin.
Zu 11t, inklusive einem kleenen Baby, haben wir den Tag bei Micha Rupps verbracht und das Erntedankfest gefeiert. Wir versammelten uns um 10:00 morgens, um einen Truthahn und Millionen von Beilagen und Nachtische zuzubereiten. So wurde geschnippelt, gebrutzelt, gerührt, genascht, getrunken, geplappert, gelacht und nach Black Friday Schnäppchen geblättert. Black Friday ist der Freitag nach Thanksgiving. Da machen die Geschäfte hier teilweise um Mitternacht auf und es soll die Riesen Schnäppchen geben.







Und 6 Stunden später (Finally) stand dann das Essen auf dem Tisch und es wurde lecker gespeist. Hat sehr viel Spaß gemacht. Jeder hat etwas beigetragen und der Truthahn sah toll aus (laut Angaben der Nichtvegetarier hat er auch vorzüglich geschmeckt; am Anfang tat mir der Vogel ja leid, aber nachdem er eingestrichen wurde und etwas Farbe hatte, sah er gar nicht mehr so schlimm wie ein Vogel aus, dann legte sich mein Mitleid wieder). Danke Micha für mein erstes und schönes Thanksgiving. War wirklich gemütlich mit euch.



Durch die verlängerte Gahrzeit des Hahns, wurde es dann doch sehr spät, so daß der Besuch bei meinen lieben Nachbarn ausfiel.

Mir wurde gesagt, daß man die Black Friday Schlacht wohl mal mitgemacht haben muß. Also hatte ich auch mal vor zu sehen, wie hier die Leute ausflippen und normale Leute zu gemeinen Schnäppchenjägern werden. Hab mich dann aber anders entschieden und erst mal ausgeschlafen. Um zwei hab ich mich auf die Straße gewagt. Da war dann irgendwie schon alles wieder normal. Gut, gab auch kein Schnäppchen mehr. Schade. Ist aber so. Hab mir dann bescheiden ein Jäckchen zum Laufen gekauft. Bin ja immer noch im Lauffieber. Leider war ich dann am Wochenende erkältet. Das Lauftraining fiel aus und die Jacke wartet noch immer auf ihren ersten Einsatz. Nächste Woche dann aber hoffentlich. Nachdem ich erste Kontakte zum Birminghamer Track Club aufgenommen habe, steht mein Entschluss nun fest selbigem beizutreten.

Sonntag, 18. November 2007

18.11.2007 Everyday life

Langsam legt sich bei mir der Einkaufs-Stress. Nachdem das Arbeitszimmer für Sveni's Einzug vorbereitet ist und ich letzte Woche das Bild für meinen Kamin gekauft habe, ist das Haus fertig eingerichtet und ich genieße, daß sich endlich etwas der Alltag zeigt.





Seit ein paar Wochen gehe ich 1x pro Woche zum Yoga, zu Kate. Das Studio ist für mich zu Fuß in drei Minuten erreichbar. Und obwohl hier ohne Bürgersteige natürlich die Gefahr besteht, daß ich überfahren werden, gehe ich tatsächlich zu Fuß. Die Yogastunden sind echt gut. Irgendwie scheinen die Ami's ein Flexibilitätsgen zu haben. Wenn es da heißt "open your legs and bring the upper part of your body to the floor" wird das gleich von jedem einzelnen umgesetzt während Sandra froh ist, wenn ihre Fingerspitzen den Boden berühren. Nun gut, Übung macht den Meister. Und es geht beim Yoga nicht um Leistung!

Außerdem habe ich angefangen joggen zu gehen. Nachdem wir 2 Jahre am Treptower Park gewohnt haben, ist es für mich merkwürdig mit dem Auto zur Laufstrecke zu fahen, aber immerhin ist diese nur 8 Minuten von mir entfernt. Als nächstes will ich dem Birminghamer Track Club beitreten, in dem man gemeinsam läuft und ein paar Leute und neue Laufstrecken kennenlernt. Hört sich doch sehr aktiv an, wa. Muß ich auch sein, da mich meine lieben Kollgen beim Mercedez Marathon im Februar zu einer Strecke von 7 Meilen, also 12 km, inklusive Hügeln und Bergen verdonnert haben. Aber es ist eine angenehme Jahreszeit zum Laufen. Morgens und abends ist es schon recht kalt, aber tagsüber sind es immer noch 20 bis 25 Grad. So läßt sich's leben.

Nächste Woche steht Thanksgiving vor der Tür. Da werde ich mit ein paar Freunden in Tuscaloosa kochen. Außerdem bin ich bei meinen Nachbarn eingeladen. Mal sehen, wie die so das Erntedankfest feiern. Es scheint auf jeden Fall etwas Großes in den USA zu sein, weil alle Amis, die ich hier in Birmingham kenne besorgt waren, daß ich den Tag allein verbringe und mich zu ihren Familienfeiern eingeladen haben. Die Gemeinschaft ist hier echt super und die Leute sind wirklich alles sehr, sehr lieb. Find ich klasse!

Donnerstag, 1. November 2007

24.10.2007 - Vacation at the Beach

Vom 24.10. - 29.10. haben wir vier uns am Strand entspannt. Genau an diesem Ort (Fort Morgan) war Sandi ja schonmal vor vier Wochen und wollte uns nun zeigen, wie schön es dort ist. Also haben wir wieder eine schönes Strandhaus direkt am Strand gemietet. Jedes Zimmer hatte einen Blick aufs Meer.

Am ersten Tag war es allerdings ziemlich kühl und bewölkt. Also haben wir einfach den Tag genutzt, um im Outlet Center shoppen zu gehen. Vollbepackt sind wir dann abends zurück in unser Strandhäuschen gefahren.

Am nächsten morgen wurden wir von der Sonne geweckt. Dieses Wetter hat dann die ganzen fünf Tage angehalten. Wir sind fast jeden Tag am Strand joggen gewesen, haben lange Spaziergänge gemacht, haben in der Sonne auf der Terrasse gefrühstückt, am Strand gelesen, Delphine beobachtet und abends lecker gekocht.

Ein rundum schöner Urlaub!





Dienstag, 23. Oktober 2007

Arrival Day and Halloween

Hallihallo, heute war eine ganze Autorengruppe an diesem Blogg Artikel beteiligt: Nancy, Stephan (unser Besuch), Sandra und Sven.

Wir sind relativ pünktlich am 19.10. um 17:00 hier in Birmingham angekommen, nachdem wir mehrere Hindernisse in Cincinnati (Einwanderungsbehörde, Zoll, Bustransfer vom und zum Busterminal, Kurzstrecken Sprint zum Gate – und alles in 40 Minuten) überwunden hatten. Voll verschwitzt aber dennoch froh, den Flieger erreicht zu haben, warteten wir ungeduldig auf den Start, der natürlich weitere 30 Minuten auf sich warten ließ. Nach einem unspektakulären anderthalbstündigen Flug erreichten wir endlich Birmingham. Kurz vor Ausstieg erweckte ein kleines mega-cool designtes Gerät in den Händen einer üppig ausgestatteten Amerikanerin unsere Aufmerksamkeit: Ja, genau der heilige Gral – oder auch das iPhone. Wir konnten ja zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen, dass wir in Birmingham im Apple Store selbst in den Genuss kommen würden, dieses Teil in den Händen zu halten.

Am Gate hat Sandi bereits auf uns gewartet, um uns ins amerikanische Reihenendhaus zu bringen. Genug zur Anreise. Wie ging es weiter. Nach ausführlicher Begehung der Räumlichkeiten mit unseren Gästen fuhren wir zu Ruby Tuesdays Bar & Grill zum entspannten Abendbrot.

Der Samstag war ein großartiger Tag, in dessen Mittelpunkt nach einem Fußpflege-Intermezzo (Sandra und Nancy) der Besuch des Apple Stores stand.



Hier kamen dann Stephan und Sven voll auf ihre Kosten – im wortwörtlichen Sinne: Sven hat jetzt einen neuen iPod Nano. Stephan indes träumt seitdem jede Nacht von iPhones und iPod Touches. Einige Einkaufstüten später machte sich unter den Urlaubern Hunger breit. Sandra hatte einen Caesar Salad mit einer Winchell-Knoblauch Konzentration von 100%, von der alle Beteiligten auch Tage später noch was hatten.

An dieser Stelle müssen wir noch mal einen Flashback auf Samstag Vormittag einschieben. Zu diesem Zeitpunkt mussten wir für Jerry&Quintins Halloween Party gruslig-schaurige Kostümierung beschaffen. Zum Glück gab’s ein entsprechendes Fachgeschäft in Sandras Neighbourhood. Hier fiel die Auswahl zwischen kopflosen Monstern und blutverschmierten Fleischermeistern nicht sehr leicht. Unsere Auswahl findet das geübte Beobachterauge auf der folgenden Bilderserie.




Nach Anlegen von unserer Verkleidung stürzten wir uns in die Partynacht. Die beiden Gastgeber haben für die Grundstimmung gesorgt und ihr Haus innerhalb von zwei Wochenenden in ein Gruselkabinett verwandelt. Ein extra engagierter Zauberer, ein üppiges Buffet („Pieces of children“, „Bones of witches“ und „Balls of Toads“), reichlich Brennstoff und nette Gäste aus der Nachbarschaft machten die Party zu einem unvergesslichen Ereignis.




Mittwoch, 10. Oktober 2007

10.10. Wedding Shower

Normalerweise ist es in den USA üblich dem Brautpaar vor der Hochzeit eine Wedding Shower zu geben. Da Sven und ich klamm heimlich geheiratet hatten, war das nicht möglich. So meinten meine lieben Kollegen, daß sie eben eine After Wedding Shower und ebenfalls klamm heimlich organisieren. Meine Chefin Nicole lotste mich also in eine Besprechung, ich nichts ahnend. Plötzlich kam mein VP rein, schaute mich total böse an und meinte: das kann ja wohl nicht wahr sein, was ich mir dabei denken würde, ich soll doch mal mit ihm mitkommen. Ich war schon total fertig und wußte überhaupt nicht, was der von mir will. Völlig aufgelöst watschelte ich also hinter ihm her. Und da standen sie, alle Kollegen aus dem Finance Bereich, und hatten einen super geilen Wedding Cake, gefüllte Sektgläser und tolle Geschenke organisiert. Den Kuchen hatte meine liebe Kollegin Lytheda selbst gemacht, hallo, wie geil ist das denn. Sie hatte halt mal bei einem Wedding Kuchen Backkurs mitgemacht. Klar. So einen Kurs muß man ja auch mal gemacht haben, wa (-;

Mir fiel vor lauter Verblüfftheit nichts besseres ein als: "Is that alcohol"? Jetzt, da ich glücklich war, nicht von meinem VP gefeuert worden zu sein und dann so geil überrascht wurde, hätt ich einen Schluck vertragen können. War leider kein Alkohol. Nachdem ich einige von den Gläser vertilgt hatte, wurde ich dennoch fröhlich darauf hingewiesen, daß ich vorsichtig nach Hause fahren soll (-;

Hab mich auf jeden Fall riesig gefreut! Danke ihr Lieben. Echt klasse!!!



06.10.2007 Roll Tide Roll

Manch einer mag davon gehört haben, daß Football ganz schön beliebt ist in den USA. Nach dem letzten Wochenende in Tuscaloosa konnte ich das bestätigten. Und zwar waren Sandra und ich bei einem echten Football Spiel unserer College Mannschaft "Crimson Tide" dabei. Wenn man College Football hört denkt man erst einmal an ein paar kleene Jungs, die da das Ei so ein bißchen hin und her bewegen und noch ein bißchen üben sollten, wenn sie mal groß raus kommen wollen. Aber ich wurde eines besseren belehrt. Allein der Trainer bekommt hier eine Gage von ein paar schlappen Milliönchen und er wurde während des Spiels von 4 Cops bewacht. Krass, wa!

Na ja, auf jeden Fall sind Sandra und ich ca. 3 Stunden vor dem Spiel schon mal losgedüst, um noch etwas vom Drum Herum mitzubekommen. Und was uns da geboten wurde, war echt der Hammer. Die ganze Stadt Tuscaloosa war Rot-weiß (die Farben der Mannschaft). Jeder, und ich meine wirklich jeder, rennt hier mit einem Crimson Tide T-Shirt herum. Zum Glück hatte ich vorher bei K-Mart in der Kinderabteilung eines Ergattert, sonst wäre ich bestimmt gedist worden. Außerdem fährt hier seit Wochen jedes 2. Auto mit der Crimson Tide Fahne durch die Gegend, ja, so in etwa wie bei der WM letztes Jahr. Also haben sich Sandra und ich in das rot-weiße getümmel gestürzt, bei ca. 33 Grad im Oktober. Und das Beste kommt noch, viel interessanter als jedes Football Spiel. Millionen von Amis, gut, lass es Tausende gewesen sein, haben ihre Zelte auf dem Gelände vor dem Stadion aufgebaut, mit Stühlen, Grills, Getränken, Essen und das coolste überhaupt: mit Fernsehern und Schüssel. Teilweise mit 2 Fernsehern unter einem Zelt. Glaubt man's. Das Ganze nennt sich Tail Gating und findet hier jedes Wochenende vor, während und nach einem Spiel statt. Teilweise bauen die Leute schon am Vorabend ihre Zelte auf und übernachten dort, um einen gute Platz zu ergattern. Und die Athmosphere ist echt super, alle feiern zusammen, schauen sich das Spiel an, Grillen und haben Spaß (siehe Fotos). Und weil Home Coming Wochenende war (da kommen Alumnis von den Vorjahren und werden gefeiert), gab es so eine richtige Parade mit Blasmusik und so nem Schnick Schnack.